Conversion Optimierung – der Checkout-Prozess

Conversion Optimierung – der Checkout-Prozess

Conversion Optimierung von Warekkörben

Conversion Optimierung von Warenkörben

Schnell 10.000,- EUR + verloren

Die stetige Optimierung gehört bereits für einige Betreiber von Online Shops zum Tagesgeschäft. Doch an welchen Stellschrauben lässt sich sinnvoll drehen? Hierbei ist eine wichtige Stelle der Checkout-Prozess. Reale Zahlen eines unserer Kunden zeigen z.B., dass über 3.000 Besucher Ware in den Warenkorb legen und 1.000 Besucher in diesem Zeitraum zu Kunden werden. Das bedeutet, dass 200.000,- EUR im selben Zeitraum nicht realisiert wurden, multipliziert man einen durchschnittlichem Warenkorbwert von 100,- EUR mit den verbleibenden ca. 2.000 Besuchern.

Diese Rechnung sollten Betreiber von Online-Shops für ihren eigenen Shop immer wieder durchführen. Denn es ist natürlich viel einfacher und in der Regel auch günstiger, die aktuellen Besucher zu Kunden zu machen, als komplett neue Besucher zu generieren und diese zu Kunden zu machen. Hier greift in der Regel die Conversion Optimierung.

 

Der Checkout-Prozess ist der Schlüsselfaktor

Gerade der Checkout-Prozess ist hier ein sensibler Punkt, an dem Besucher gerne abspringen. Denn hier geht es um den Geldbeutel. Überweist Ihnen ihr Besucher Geld für die gesuchte Dienstleistung oder Ware oder springt er ab. Bei der Conversion Optimierung geht es häufig nur um Kleinigkeiten, aber Kleinigkeiten, die schnell über ein paar Euro mehr oder weniger Umsatz ausmachen.

 

Hier geht es im Prinzip vor allem um zwei Faktoren – Vertrauen und einfache Abläufe. Schaut man die Umfragen durch, so werden immer folgende Punkte genannt:

    • technische Probleme,
    • gewünschte Zahlart nicht verfügbar,
    • Versandkosten zu teuer und
    • Prozesse zu komplex.

Hinter all diesen Punkten steht entweder, dass die Bestellung im Shop zu komplex ist und der Besucher selbst diesen nicht versteht oder dass man nicht genügend Vertrauen aufbringt, um einem Unternehmen in der Regel via Vorkasse Geld sendet.Macht man sich diesen Fakor bewusst, ist auch schnell klar, was es zu optimieren gilt.

 

Der Checkout-Prozess

Gerade beim Checkout-Prozess ist es notwendig, die Eingaben des Besuchers auf ein Minimum zu reduzieren. Im Idealfall sollte der Besucher alle Eingaben nur auf einer Seite machen – je mehr Schritte oder Seiten es gibt, desto mehr stellen gibt es, an denen der Besucher abspringen kann. Dies steht natürlich im Konflikt mit dem eigentlichen Interesse, so viele Daten wie möglich über einen Kunden zu generieren. So gibt z.B. die Generierung des Geburtstags eines Kunden viele nette Marketingmöglichkeiten. Hier gilt es vor allem in A/B-Tests Erfahrungen bei der eigenen Kundschaft zu sammeln. Aber genauso wichtig ist die Vereinfachung des gesamten Checkout-Prozess. So kann man z.B. mit einem One-Page-Checkout, also einem Checkout bestehend aus nur einer Seite, viele Abbrüche verhindern.

 

Vertrauen

Der Faktor Vertrauen ist vielleicht sogar noch wichtiger. Sie als Händler senden in der Regel kaum Ware an Kunden, ohne vorab einen Zahlungseingang zu verzeichnen. Und wenn Sie dies dennoch machen, dann in der Regel nur, wenn eine Schufa-Auskunft oder ähnliche Abfragen positiv ausfallen. Umgekehrt erwarten wir aber immer von den Kunden, dass Sie das Geld vor dem Erhalt der Ware zahlen ohne wirklich zu wissen, wer sich hinter dem Online-Shop versteckt.

 

Eine Möglichkeit Vertrauen zu schaffen ist ein Vertrauenssigel, wie z.B. das Trusted Shop Zertifikat. Hier übernehmen die Anbieter dieser Sigel das Bürgen für Sie und die positive Markenbekanntschaft auch durch die Geld-zurück-Garantie gehen auf Sie über. Parallel hierzu können Sie über vertrauensvolles Design z.B. durch die sichtbare Angabe von Telefonnummern oder Fotos ihrer Mitarbeiter für mehr Vertrauen sorgen. Auch das offensive Darstellen der gesetzlichen Regelungen wie z.B. das Rückgaberecht können hier helfen. Noch besser sind natürlich viele zufriedene Kunden – und Kunden, die dies auch laut und deutlich im Internet und auf Ihrer Website artikulieren.

 

Verlorene Besucher wieder einfangen

Sie werden selbst mit den besten Optimierungen nicht dafür sorgen, dass 100% Besucher zu Kunden werden. Das schafft die beste Conversion Optimierung nicht. Daher ist es wichtig die abgesprungenen Besucher wieder einzufangen. Hier bietet der Ideenfundus unserer Conversion Optimierer vor allem zwei Methoden. Schreiben Sie alle offenen Bestellungen regelmäßig an, bitten Sie um Feedback, lernen Sie Ihre Kunden kennen und natürlich weisen Sie immer wieder darauf hin, dass die Ware noch verfügbar ist.

 

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Retargeting – hier werden gezielt Besucher Ihrer Internetseite erneut beworben und das zuvor nicht bestellte Produkt noch einmal angepriesen. Haben Sie Fragen oder brauchen Sie Hilfe bei diesem Thema – dann sprechen Sie mit uns.


Über den Autor
nick.fingerhut
Nick Fingerhut ist Geschäfsführer und Gründer der nfx:MEDIA und arbeitet seit 1998 im Bereich IT und Online-Medien. Vor der Gründung des eigenen Unternehmens arbeitete er für führende Online- und Werbeagenturen aus Deutschland, sowie für einige Top-DAX-Unternehmen vorwiegend in internationalen Projekten. Der Diplom-Medienwirt beschäftigt sich in seiner akademischen Karriere vor allem mit Online-Medien und dem Wandel durch die Digitalisierung und das Internet.

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