Das letzte Algorithmus-Update von Google war in mehrerlei Hinsicht ungewöhnlich. Es wurde nicht nur weit im Vorfeld angekündigt, sondern es gab von Google auch sehr konkrete Hinweise, was sich durch das Update ändern würde und wie man sich am besten auf das Update vorbereiten könne.

Nachdem seit dem Update etwas Zeit vergangen ist, kann man erste Rückschlüsse ziehen, welche Auswirkungen das Update auf die Suchmaschinenrankings bisher hatte und ob die Aufgeregtheit, die in manchen Artikeln im Vorfeld anklang, berechtigt war – oder eben auch nicht. In einem zweiten Schritt möchten wir euch Handlungsempfehlungen mitgeben, wie ihr euren Shop mobile friendly gestalten könnt – mobilegeddon hin oder her.

Was hat sich durch das Update tatsächlich verändert?

Die Berichte und Analysen unmittelbar oder kurz nach Ausrollen des Updates gaben vorsichtig Entwarnung [1]. Dabei wurde aber auch mehrfach darauf hingewiesen, dass es etwas dauern könnte, bis die Auswirkungen des Updates tatsächlich im großen Stile spürbar werden. Kleinere Verschiebungen in den Rankings zeigen sich auf jeden Fall schon zu diesem Zeitpunkt [2].

Damit ist klar, dass Google mit seiner Ankündigung, mobile Optimierung zukünftig zu belohnen bzw. ihr Fehlen zu bestrafen, langsam aber sicher Ernst macht. Einige Verschiebungen sind schon jetzt beträchtlich und es ist damit zu rechnen, dass die Effekte noch zunehmen, denn nicht alle Seiten wurden nach dem Update schon neu gecrawled und bewertet.

Besteht wegen des Updates nun erhöhter Handlungsbedarf? Um diese Frage zu beantworten, muss man zuerst einmal die bisherigen Verschiebungen der Rankings etwas differenzierter betrachten [3]. Außerdem sollte man sich vergegenwärtigen, dass Google schon vor dem Update, genau genommen seit November 2014, Suchergebnisse, die für mobile Endgeräte optimiert waren, schon besonders gekennzeichnet hat [4]. Man muss davon ausgehen, dass dieser Umstand für sich betrachtet schon viele mobile Nutzer von Seiten fernhielt, die nicht entsprechend optimiert waren. Wenn der entsprechende Shop nun in den Suchergebnissen etwas weiter unten als vorher auftaucht, ist das am Umsatz also nicht unbedingt spürbar.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass Shopbetreiber, die bisher an Handynutzer nicht gedacht haben, jetzt noch einen weiteren Grund haben, dieses Versäumnis zu beheben. Ein Fünftel aller Online-Shopper nutzt mindestens einmal monatlich das Smartphone zum Online-Einkauf – Tendenz weiterhin steigend [5]! Hier liegen für viele Shops noch große Wachstumspotenziale.

Zusammengefasst gilt also: Wegen des Updates gibt es keinen Grund für Shopbetreiber, jetzt sofort zu handeln – Gründe dafür gab es schon vor dem Update genug. Das Update ist im Kontext einer ganzen Reihe an Maßnahmen zu sehen, mit denen Google das Internet auf mobilen Geräten besser nutzbar machen will. Es ist daher davon auszugehen, dass das Thema weiterhin an Dringlichkeit gewinnen wird.

Den eigenen Shop mobile ready machen – So geht’s

Google selbst hat schon weit im Vorfeld zum Update ein Tool online gestellt, mit dem sich untersuchen lässt, ob eine gegebene Seite von Google als mobile friendly erkannt wird oder nicht [6]. Während dieses Tool zum Untersuchen einzelner Seiten gut geeignet ist, sollte man für einen Gesamtüberblick vor allem auch die entsprechende Sektion in den Google Webmaster Tools zu Rate ziehen [7].

Insgesamt sind die von Google empfohlenen Maßnahmen kein Hexenwerk und ergeben sich eigentlich auch aus dem gesunden Menschenverstand. Im bereits erwähnten Blogpost empfiehlt Google [4]:

  • Für Mobilgeräte unübliche Software wie Flash wird vermieden.
  • Der Text kann ohne Zoomen gelesen werden.
  • Die Größe des Inhalts wird an den jeweiligen Bildschirm angepasst, sodass Nutzer nicht horizontal scrollen oder zoomen müssen.
  • Der Abstand zwischen Links ist groß genug, damit Nutzer problemlos auf den gewünschten Link tippen können.

Weitergehende Informationen stehen außerdem im Leitfaden zu mobilen Websites für Webmaster [8].

Aber wie realisiert man das im eigenen Shop? Während das neue Shopware 5 schon von Haus aus eine gute Unterstützung für Mobilgeräte mitbringt, muss man bei Shopware 4.x oder älter etwas nachhelfen. Im Community-Store gibt es eine gewisse Auswahl an responsiven Templates, darunter auch unser eigenes full-responsive Template SOAR. In Aktion erleben kann man SOAR in unserem Demo-Shop für SOAR. Auch unser Template Swyngam hat einen entsprechenden Demo-Shop.

Wenn ein solches Template gut gemacht ist, berücksichtigt es die unterschiedlichen Anforderungen bei kleineren Displaygrößen und wird von Google als mobile friendly erkannt. Wer kein Template „von der Stange“ nutzen will oder kann, für den erstellen wir natürlich auch gerne individuelle Templates.

Alternativ empfiehlt sich natürlich das Update auf Shopware 5. Auch hier helfen wir gerne weiter und sorgen für alle Anpassungen, die im Zuge des Updates nötig werden sollten. Wir freuen uns auf Sie!

 

Quellen:

1: http://blog.searchmetrics.com/de/2015/04/21/google-mobile-update-mobilegeddon-ist-da-wirklich/

2: http://www.sistrix.de/news/google-mobile-update-erste-erkenntnisse/

3: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/mobilegeddon-zeigt-wirkung-panik-ist-nicht-angebracht/11701218-2.html

4: http://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2014/11/suche-nach-websites-fuer-mobilgeraete.html

5: http://www.pwc.de/de/handel-und-konsumguter/total-retail-verkaufen-auf-allen-kanaelen.jhtml

6: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

7: https://www.google.com/webmasters/tools/home?hl=de

8: https://developers.google.com/webmasters/mobile-sites

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